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Bewusstlosigkeit oder Erinnerungslücken
Auch kurze Erinnerungslücken, deutliche Benommenheit oder ein auffälliger Bewusstseinszustand sollten sofort medizinisch abgeklärt werden.
Gesundheit zuerst
Manche Beschwerden sind sofort spürbar. Andere entwickeln sich erst später. Lassen Sie neue oder zunehmende Beschwerden medizinisch untersuchen und halten Sie fest, wie sie sich entwickeln und Ihren Alltag beeinflussen.
Viele Betroffene fragen sich:Muss ich nach dem Unfall zum Arzt, obwohl ich mich zunächst noch gut fühle?
Veränderungen und Warnzeichen ernst nehmen
Beschwerden medizinisch einordnen lassen
Behandlung, Arbeit und Alltag festhalten
Vorhandene Unterlagen digital ergänzen
Akute Beschwerden
Die Liste ist nicht abschließend. Entscheidend ist, wie schwer die Beschwerden sind und ob sie sich schnell verschlechtern.
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Auch kurze Erinnerungslücken, deutliche Benommenheit oder ein auffälliger Bewusstseinszustand sollten sofort medizinisch abgeklärt werden.
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Besonders nach einem Aufprall des Kopfes können starke Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen Warnzeichen sein.
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Atemprobleme, starke Schmerzen beim Atmen oder ein deutliches Druckgefühl im Brustkorb erfordern schnelle medizinische Hilfe.
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Neue Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen oder deutliche Gefühlsstörungen sollten als Notfall behandelt werden.
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Rufen Sie bei starken Blutungen, großen Wunden oder einer sichtbaren schweren Verletzung sofort medizinische Hilfe.
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Bewegen oder richten Sie eine möglicherweise gebrochene oder ausgekugelte Körperregion nicht selbst ein.
Zeitlicher Verlauf
Stress und Aufregung können die eigene Wahrnehmung beeinflussen. Neue Beschwerden sollten deshalb ernst genommen und nachvollziehbar dokumentiert werden.
Unmittelbar danach
Aufregung kann dazu führen, dass Beschwerden zunächst kaum auffallen oder schwer einzuordnen sind.
Stunden später
Schmerzen, Schwindel, Steifheit oder andere Einschränkungen können sich zeigen oder verstärken.
Folgetage
Lassen Sie anhaltende oder neue Beschwerden medizinisch untersuchen und notieren Sie Veränderungen.
Weitere Entwicklung
Halten Sie fest, welche Behandlungen erfolgen und welche Tätigkeiten vorübergehend nicht möglich sind.
Kopf
Nach einem Kopfaufprall können Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Benommenheit oder Erinnerungslücken auftreten.
Lassen Sie solche Beschwerden medizinisch einordnen. Bei schweren oder zunehmenden Symptomen ist sofortige Hilfe erforderlich.
Bewegungsapparat
Schmerzen, Steifheit, Bewegungseinschränkungen oder ausstrahlende Beschwerden sollten ärztlich beurteilt werden.
Legen Sie Diagnose oder Ursache nicht selbst fest. Beschreiben Sie Beginn und Einschränkungen konkret.
Rumpf
Schmerzen beim Atmen, deutliche Gurtspuren, Druckgefühl oder zunehmende Beschwerden sollten medizinisch untersucht werden.
Bei Atemnot, starken Schmerzen oder schneller Verschlechterung wählen Sie 112.
Gliedmaßen
Belastungsschmerzen, Schwellungen und eingeschränkte Beweglichkeit können auf eine Verletzung hinweisen.
Eine möglicherweise gebrochene oder ausgekugelte Körperregion sollte nicht selbst bewegt oder eingerenkt werden.
Sichtbare Verletzungen
Lassen Sie Wunden versorgen und dokumentieren Sie sichtbare Verletzungen nur, wenn dies für Sie zumutbar ist.
Bewahren Sie medizinische Berichte, Rezepte und Rechnungen auf.
Seelische Folgen
Psychische Reaktionen können nach einem belastenden Unfall auftreten oder erst später deutlich werden.
Suchen Sie fachliche Hilfe, wenn Ängste, Schlafprobleme oder andere Belastungen anhalten.
Besondere Aufmerksamkeit
Kinder können Schmerzen, Schwindel oder Verhaltensänderungen nicht immer klar beschreiben.
Beobachten Sie Auffälligkeiten und lassen Sie Beschwerden ärztlich beurteilen.
Bestehende Beschwerden
Bestehende Beschwerden schließen eine unfallbedingte Verschlechterung nicht automatisch aus.
Geben Sie frühere Beschwerden und Behandlungen ehrlich an. Wichtig ist die Veränderung nach dem Unfall.
Medizinische Unterlagen
Für die spätere Einordnung sind Zeitpunkt, Beschwerden, Befunde, Diagnose und Behandlungsverlauf wichtig.
Arztbesuch vorbereiten
Beschreiben Sie den Unfall und Ihre Beschwerden konkret. Übertreiben Sie nicht – spielen Sie aber auch nichts herunter.
Unterlagen aufbewahren
Medizinische Unterlagen helfen, Beschwerden und Verlauf später nachvollziehbar einzuordnen.
Bewahren Sie Berichte, Diagnosen, Bildbefunde und Entlassungsunterlagen geordnet auf.
Sichern Sie Bescheinigungen und notieren Sie, wann Sie Ihre Arbeit nicht ausüben konnten.
Bewahren Sie Rezepte, Medikamentenbelege, Zuzahlungen und weitere Ausgaben auf.
Halten Sie Termine, Verordnungen und den Verlauf weiterer Behandlungen fest.
Verlauf festhalten
Kurze regelmäßige Notizen sind hilfreicher als eine spätere Erinnerung aus dem Gedächtnis.
Datum
Halten Sie Arzttermine, Behandlungen und auffällige Veränderungen mit Datum fest.
Beschwerden
Notieren Sie, wo Beschwerden auftreten und ob sie stärker, schwächer oder unverändert sind.
Behandlung
Dokumentieren Sie Medikamente, Therapien und deren Wirkung, ohne selbst medizinische Schlüsse zu ziehen.
Alltag
Halten Sie fest, welche Aufgaben bei Arbeit, Haushalt, Betreuung oder Mobilität nicht möglich sind.
Entwicklung
Eine eigene Skala kann helfen, wenn Sie sie einheitlich und nachvollziehbar verwenden.
Folgen im Alltag
Dokumentieren Sie auch, wie sich Beschwerden auf Arbeit, Haushalt, Betreuung und Mobilität auswirken.
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Halten Sie Arbeitsunfähigkeit, reduzierte Belastbarkeit und mögliche Einkommensausfälle fest.
So dokumentieren Sie möglichen Verdienstausfall02
Notieren Sie, welche Aufgaben Sie nicht mehr selbst erledigen können und wer Sie unterstützt.
Wann Einschränkungen im Haushalt wichtig werden03
Auch Einschränkungen bei Wegen, Sport, Schlaf oder sozialen Aktivitäten können wichtig sein.
Welche Ansprüche bei Verletzungen geprüft werden könnenVerantwortungsvolles Vorgehen
Ziel ist eine ehrliche, sachliche und nachvollziehbare Dokumentation. Sie schützt Ihre Gesundheit und erleichtert die spätere Einordnung.
Erste Einschätzung vorbereiten
Übermitteln Sie sensible medizinische Unterlagen nur über die dafür vorgesehene sichere Übertragung. Beginnen Sie mit dem, was Ihnen bereits vorliegt.
Häufige Fragen
Nicht jeder Unfall führt zu einer Verletzung. Treten Beschwerden auf, verstärken sie sich oder bestehen Unsicherheiten, sollte eine medizinische Untersuchung zeitnah erfolgen. Bei schweren Beschwerden ist sofortige Hilfe erforderlich.
Lassen Sie neue oder zunehmende Beschwerden medizinisch untersuchen. Notieren Sie, wann sie erstmals aufgetreten sind und wie sie sich entwickeln.
Bei Bewusstlosigkeit, schweren Atemproblemen, starken Blutungen, Lähmungserscheinungen, deutlicher Benommenheit oder anderen akuten schweren Beschwerden wählen Sie 112.
Welche medizinische Anlaufstelle passend ist, hängt von Art und Schwere der Beschwerden ab. Bei akuten schweren Beschwerden ist Notfallhilfe erforderlich.
Schildern Sie alle Beschwerden, die Sie bemerken, möglichst konkret. Treten später weitere Beschwerden auf, informieren Sie die behandelnde Stelle ebenfalls.
Notieren Sie zum Beispiel Angst, Schlafprobleme, wiederkehrende Erinnerungen oder Vermeidungsverhalten. Lassen Sie anhaltende Belastungen fachlich abklären.
Es ist eine kurze regelmäßige Dokumentation von Beschwerden, Behandlung und Einschränkungen. Es ersetzt keine medizinischen Unterlagen, kann den Verlauf aber ergänzen.
Nicht automatisch. Wichtig ist, ob sich ein bestehender Zustand durch den Unfall verändert oder verschlechtert hat. Vorerkrankungen sollten offen angegeben werden.
Je nach Fall können Behandlungskosten, Zuzahlungen, Fahrtkosten, Verdienstausfall oder weitere unfallbedingte Ausgaben geprüft werden.
Ja. Übermitteln Sie zunächst die Angaben und Dokumente, die Ihnen bereits vorliegen. Fehlende Unterlagen können häufig später ergänzt werden.
Bereit für den nächsten Schritt?
Beschreiben Sie Beschwerden, Behandlungen und bisherige Einschränkungen. Beginnen Sie mit den Angaben und Dokumenten, die Ihnen bereits vorliegen.
Sie wissen jetzt: