Regionale Orientierung

Verkehrsunfälle in der Region Stuttgart

Stuttgart und die umliegenden Landkreise verbinden dichten Stadtverkehr, komplexe Kreuzungen, Stadtbahngleise, Hauptverkehrsachsen und außerörtliche Straßen. Diese Seite zeigt, welche regionalen Besonderheiten für die Dokumentation und die digitale Unfallmeldung wichtig sein können.

Viele Unfallgeschädigte fragen sich: Spielt es für meinen Fall eine Rolle, dass der Unfall in Stuttgart oder im Umland passiert ist?

  • Stuttgart sowie die umliegenden Landkreise
  • regionale Besonderheiten verständlich erklärt
  • praktische Hinweise für Ihre Unfallmeldung
Stadtverkehr in Stuttgart mit dichtem Verkehrsaufkommen an einer Kreuzung
Täglich sind im Großraum Stuttgart tausende Fahrzeuge unterwegs. Die Unfallhilfe Stuttgart unterstützt Geschädigte in Stuttgart und der gesamten Region bei der schnellen und strukturierten Unfallregulierung.

Regionale Einordnung

Mehr als 23.000 registrierte Verkehrsunfälle – aber jeder Fall ist anders

Im Stadtgebiet Stuttgart registrierte die Polizei 2025 insgesamt 23.371 Verkehrsunfälle. Hinter dieser Gesamtzahl stehen sehr unterschiedliche Situationen: vom Parkschaden über den Auffahrunfall bis zu schweren Unfällen mit ungeschützten Verkehrsteilnehmern oder Stadtbahnbeteiligung.

Polizeilich registrierte Verkehrsunfälle

Entwicklung im Stadtgebiet Stuttgart

2024 22.962
2025 23.371

Gegenüber 2024 wurden 409 Unfälle mehr registriert: +1,8 Prozent

Stand: Verkehrsunfallbilanz 2025, veröffentlicht am 19. März 2026 · Quelle: Polizeipräsidium Stuttgart

Typische Verkehrssituationen

Wo eine genaue Dokumentation für Ihre digitale Unfallmeldung besonders wichtig ist

Nicht die Unfallstatistik entscheidet über den einzelnen Fall. Sie zeigt aber, welche Verkehrssituationen in Stuttgart häufig eine sorgfältige Beweissicherung erfordern.

Auffahr- und Spurwechselunfälle

Dichter Verkehr, Stauenden und häufige Spurwechsel können auf stark belasteten Straßen zu Auffahr- und Seitenkollisionen führen.

Dokumentieren: Fahrstreifen, Fahrtrichtung, Stauverlauf, Fahrzeugpositionen, Bremsspuren und Schäden.

Kreuzungs- und Abbiegeunfälle

Vorfahrtsverstöße sowie Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren gehören zu den häufigsten erfassten Ursachen.

Dokumentieren: Ampeln, Verkehrszeichen, Fahrbahnmarkierungen, Abbiegerichtungen und Sichtachsen.

Radfahrer und Fußgänger

Ungeschützte Verkehrsteilnehmer können auch bei zunächst gering wirkenden Kollisionen erhebliche Verletzungen erleiden.

Dokumentieren: Überwege, Radwege, Bewegungsrichtungen, Ausrüstung und Beschwerden.

Unfälle mit Stadtbahnbeteiligung

Stadtbahngleise, Vorrangregelungen und komplexe Kreuzungen gehören zu den für Stuttgart typischen Verkehrssituationen.

Dokumentieren: Gleisverlauf, Signal- und Ampellage, Abbiegevorgang und Positionen der Beteiligten.

Stadtverkehr

Innenstadt und Stadtstraße

Mehrere Fahrspuren, dichter Mischverkehr, Haltestellen, Radwege und eingeschränkte Sicht können den Ablauf schwer nachvollziehbar machen.

  • Straßenname und Hausnummer
  • Fahrtrichtung und Fahrstreifen
  • Ampelstellung und Verkehrszeichen
  • Fahrzeugpositionen
  • Radwege, Haltestellen oder Gleise
  • Sichtbehinderungen

Knotenpunkt

Kreuzung und Einmündung

Bei Vorfahrts- und Abbiegesituationen erklären Übersichtsaufnahmen häufig mehr als einzelne Fotos der Fahrzeugschäden.

  • Namen beider Straßen
  • Abbiege- und Fahrtrichtungen
  • Vorfahrtsregelung
  • Ampeln und Markierungen
  • mögliche Sichtbehinderungen
  • Kontaktdaten von Zeugen

Hauptverkehrsachsen

B14, B27 und City-Ring

Auf stark belasteten Strecken können Stauenden, Spurwechsel, Tunnelabschnitte und mehrere Fahrstreifen die spätere Ortsbestimmung erschweren.

  • genaue Fahrtrichtung
  • Tunnel oder Streckenabschnitt
  • Fahrstreifen
  • Anschluss oder Ausfahrt
  • Stau- oder Spurwechselsituation
  • Fotos ausschließlich aus sicherer Position

Stuttgarter Besonderheit

Stadtbahn und Gleisbereich

Bei einem Unfall mit Stadtbahnbeteiligung können Gleisführung, Vorrangregelungen und der vorausgegangene Abbiege- oder Wendevorgang entscheidend sein.

  • Linie und Fahrtrichtung, soweit bekannt
  • Kreuzung oder Haltestelle
  • Gleisverlauf
  • Ampeln und Signale
  • Abbiege- oder Wendevorgang
  • Fahrgäste oder weitere Zeugen

Ruhender Verkehr

Wohngebiet und Parkschaden

Bei Park-, Rangier- oder Türöffnungsunfällen ist die genaue Position der Fahrzeuge häufig wichtiger als eine lange Beschreibung.

  • genaue Stellplatzposition
  • Parkmarkierungen
  • Türöffnungs- oder Rangiersituation
  • angrenzende Fahrzeuge
  • mögliche Kameras oder Zeugen
  • vollständige Umfeldfotos

Außerorts

Landstraße und Umland

Außerorts können höhere Geschwindigkeiten, Kurven und eine schwierigere Ortsbestimmung die Dokumentation zusätzlich erschweren.

  • Straßenbezeichnung
  • nächster Ort und Fahrtrichtung
  • Kurven- und Straßenverlauf
  • Fahrbahnzustand
  • Wetter und Licht
  • Spuren und Endpositionen

Ungeschützte Verkehrsteilnehmer

Wenn keine schützende Fahrzeugkarosserie vorhanden ist

Verletzungen und Beschwerden sollten unabhängig von der zunächst vermuteten Unfallschwere zeitnah dokumentiert werden.

Fußgänger

Besonders schwere Folgen möglich

Stand: 2025 · Quelle: Polizeipräsidium Stuttgart


Dokumentieren Sie Überwege, Bewegungsrichtungen, Sichtverhältnisse und Beschwerden. Lassen Sie Verletzungen möglichst zeitnah medizinisch feststellen.

Fahrrad und Pedelec

Ausrüstung und Unfallumfeld sichern

Die jährlichen Unfallzahlen schwanken. Das Verletzungsrisiko bleibt dennoch hoch, weil Rad- und Pedelecfahrer keinen schützenden Fahrzeuginnenraum haben.

  • Radwegführung
  • Bewegungsrichtungen
  • Fahrrad und Helm
  • beschädigte Kleidung
  • Dooring-Situation
  • ärztlich dokumentierte Beschwerden

Stadt und Umland

Unterschiedliche Verkehrsräume, unterschiedliche Dokumentation

Die digitale Unfallmeldung kann für das Stuttgarter Stadtgebiet ebenso genutzt werden wie für einen Unfall in den umliegenden Landkreisen.

Im Stadtgebiet

Viele Verkehrsbewegungen auf engem Raum

  1. dichter Mischverkehr
  2. Kreuzungen und mehrere Fahrspuren
  3. Radverkehr, Fußgänger und Stadtbahn
  4. komplexe Dokumentation des Umfelds

Im Umland

Höhere Geschwindigkeiten und längere Spuren

  1. Land- und Kreisstraßen
  2. Kurven, Kuppen und längere Bremswege
  3. schwierigere genaue Ortsbestimmung
  4. möglicherweise schwerere Unfallfolgen

Region Stuttgart

Die regionale Orientierung umfasst Stuttgart sowie die Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und den Rems-Murr-Kreis.

Notruf 112

Rettungsdienst bei Verletzten oder akuter Gefahr

Rufen Sie 112, wenn Menschen verletzt sind, akute Beschwerden bestehen oder eine unmittelbare Gefahrenlage vorliegt.

Polizei

Bei Gefahr, Fahrerflucht oder unklarer Situation

110 ist für dringende Gefahrensituationen vorgesehen. Bei Verletzten, Fahrerflucht, erheblichem Streit oder einer gefährlichen Verkehrslage sollte die Polizei hinzugezogen werden. Notieren Sie anschließend das Aktenzeichen.

Medizinische Hilfe

Beschwerden zeitnah untersuchen lassen

Im lebensbedrohlichen Notfall wählen Sie 112. Für dringende, nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb regulärer Sprechzeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 erreichbar.

Klinikum Stuttgart – Katharinenhospital Kriegsbergstraße 60, 70174 Stuttgart Notaufnahme: 0711 278-30303
Robert Bosch Krankenhaus Auerbachstraße 110, 70376 Stuttgart Zentrale: 0711 8101-0
Diakonie-Klinikum Stuttgart Rosenbergstraße 38, 70176 Stuttgart Zentrale Notaufnahme: 0711 991-2120

Fahrzeug

Abschlepport und Kosten dokumentieren

Halten Sie fest, wer das Abschleppen beauftragt hat, wohin das Fahrzeug gebracht wurde und welche Kosten entstehen. Sichern Sie Fotos und Belege.

Beweissicherung

Unterlagen geordnet aufbewahren

  • Unfallmitteilung
  • polizeiliches Aktenzeichen
  • Fotos und Kontaktdaten
  • Arztunterlagen
  • Abschlepp- und Standkostenbelege
  • Werkstatt- oder Gutachterunterlagen

Praktische Schlussfolgerungen

Was die regionalen Unfalldaten für Ihren Fall bedeuten

Die Daten ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls. Sie zeigen jedoch, welche Angaben nach einem Unfall besonders häufig zur nachvollziehbaren Einordnung beitragen.

Unfälle mit Personenschaden

−5,5 %

1.780 auf 1.682 Fälle

Schwerwiegende Sachschäden

+1,9 %

6.175 auf 6.290 Fälle

Schwerverletzte

+6,2 %

193 auf 205 Personen

Verkehrstote

7 → 9

Entwicklung 2024 zu 2025

Stand: Verkehrsunfallbilanz 2025, veröffentlicht am 19. März 2026 · Quelle: Polizeipräsidium Stuttgart

01

Kreuzungen vollständig erfassen

Vorfahrt und Abbiegevorgänge gehören zu den häufigsten dokumentierten Unfallursachen. Fotografieren Sie deshalb Ampeln, Verkehrszeichen, Fahrspuren und Abbiegerichtungen.

02

Nicht nur Fahrzeugschäden fotografieren

Fahrspuren, Gleise, Überwege und Sichtverhältnisse können den Unfallablauf häufig besser erklären als reine Detailbilder.

03

Beschwerden früh dokumentieren lassen

Ungeschützte Verkehrsteilnehmer können erhebliche Verletzungen erleiden. Auch verzögert auftretende Beschwerden sollten medizinisch erfasst werden.

04

Genaue Ortsangaben sichern

Bei Tunneln, Hauptverkehrsachsen, Landstraßen und mehreren Fahrstreifen kann eine ungenaue Ortsangabe die spätere Einordnung erschweren.

Digitale Unfallmeldung

Diese regionalen Angaben erleichtern die erste Prüfung

Übermitteln Sie zunächst die Informationen, die Ihnen bereits vorliegen. Fehlende optionale Angaben oder Unterlagen können gegebenenfalls später ergänzt werden.

Straße oder Kreuzung PLZ und Ort Fahrtrichtung Fahrstreifen Bundes- oder Landstraße Anschlussstelle oder nächster Ort Ampeln und Verkehrszeichen Stadtbahn- oder Radwegbeteiligung polizeiliches Aktenzeichen Fotos des Unfallumfelds Abschlepport medizinische Behandlung

Häufige Fragen

Kurze Antworten zur Unfallhilfe in Stuttgart und der Region

Gilt die Unfallhilfe nur für das Stadtgebiet Stuttgart?

Nein. Die digitale Unfallmeldung kann auch für Unfälle in den Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und im Rems-Murr-Kreis genutzt werden.

Welche Angaben brauche ich bei einem Unfall auf der B14 oder B27?

Notieren Sie Fahrtrichtung, Strecken- oder Tunnelabschnitt, Fahrstreifen, Anschluss oder Ausfahrt sowie eine mögliche Stau- oder Spurwechselsituation. Fotografieren Sie nur aus einer sicheren Position.

Wie beschreibe ich einen Unfall an einer großen Kreuzung?

Nennen Sie möglichst beide Straßennamen, die Fahrtrichtungen, den Abbiegevorgang sowie Ampeln, Verkehrszeichen und Fahrbahnmarkierungen.

Was ist bei einem Unfall mit einer Stadtbahn wichtig?

Halten Sie Linie und Fahrtrichtung fest, soweit bekannt. Dokumentieren Sie Gleisverlauf, Kreuzung oder Haltestelle, Ampeln, Signale und den vorausgegangenen Abbiege- oder Wendevorgang.

Was sollte ich nach einem Fahrrad- oder Fußgängerunfall dokumentieren?

Wichtig sind Bewegungsrichtungen, Radweg oder Überweg, Sichtverhältnisse, beschädigte Kleidung oder Ausrüstung sowie ärztlich festgestellte Beschwerden und Verletzungen.

Was mache ich, wenn ich den genauen Unfallort nicht mehr kenne?

Nennen Sie alle noch bekannten Anhaltspunkte: Fahrtrichtung, nächste Kreuzung, Haltestelle, Tunnel, Ausfahrt, markantes Gebäude oder den nächstgelegenen Ort.

Kann ich Fotos des Unfallorts später nachreichen?

Ja. Übermitteln Sie zunächst, was Ihnen bereits vorliegt. Fehlende optionale Fotos oder Unterlagen können häufig später ergänzt werden.

Wo finde ich das polizeiliche Aktenzeichen?

Das Aktenzeichen steht häufig auf der polizeilichen Unfallmitteilung oder wird Ihnen von der aufnehmenden Polizeidienststelle mitgeteilt.

Nächster Schritt

Verkehrsunfall in Stuttgart oder der Region digital übermitteln

Teilen Sie mit, was passiert ist und welche Angaben Ihnen bereits vorliegen. Fotos, polizeiliche Unterlagen und weitere Dokumente können direkt hochgeladen oder später ergänzt werden.

Hilfreich für die erste Prüfung:

  • genauer Unfallort und Fahrtrichtung
  • Fotos des Unfallumfelds
  • Angaben zu Kreuzung, Gleisen oder Fahrstreifen
  • polizeiliches Aktenzeichen
  • vorhandene medizinische oder technische Unterlagen