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Fahrzeug und Eigentum
- Reparatur oder Wiederbeschaffung
- Wertminderung
- Gutachterkosten
- Abschlepp- und Nebenkosten
Ansprüche verständlich einordnen
Nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall kann der Schaden deutlich größer sein als die Reparaturrechnung. Auch Wertverlust, Mobilitätskosten, Verletzungen, Arbeitsausfall und weitere Ausgaben können wichtig sein.
Viele Unfallgeschädigte fragen sich: Bezahlt die Versicherung nur die Reparatur – oder kann mir noch mehr zustehen?
Reparatur, Wertminderung und Gutachten
Mietwagen, Nutzungsausfall und Fahrtkosten
Schmerzensgeld, Verdienstausfall und Hilfe im Haushalt
Grundverständnis
Schadenersatz soll grundsätzlich die wirtschaftliche Lage herstellen, die ohne den Unfall bestehen würde. Deshalb sollten Sie nicht nur die Reparatur betrachten, sondern alle Nachteile, die durch den Unfall entstanden sind.
Drei Bereiche
Diese Einteilung hilft Ihnen, Ihren Schaden vollständig zu erfassen. Sie müssen nicht selbst entscheiden, welche rechtliche Bezeichnung später passt.
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Fahrzeug
Ist Ihr Fahrzeug beschädigt, können je nach Schaden Reparaturkosten oder bei einem Totalschaden Kosten für die Ersatzbeschaffung wichtig sein.
Für die Höhe kommt es unter anderem auf Gutachten, Kostenvoranschlag, Fahrzeugwert und die gewählte Art der Abrechnung an.
So dokumentieren Sie Ihren FahrzeugschadenMarktwert
Ein fachgerecht repariertes Fahrzeug kann nach einem erheblichen Unfall am Markt weniger wert sein.
Ob eine Wertminderung besteht, hängt unter anderem von Alter, Laufleistung, Schadenumfang und Fahrzeugzustand ab.
Schadenfeststellung
Ein Gutachten kann Schadenhöhe, Reparaturweg, Wiederbeschaffungswert und Wertminderung festhalten.
Bei einem kleinen Schaden kann ein Kostenvoranschlag ausreichen. Ob ein Gutachten erforderlich ist, hängt vom erkennbaren Schaden ab.
Wann ein Gutachten sinnvoll sein kannZusätzliche Kosten
Musste das Fahrzeug abgeschleppt oder geborgen werden, können die erforderlichen Kosten Teil des Schadens sein.
Auch Standkosten, An- und Abmeldekosten oder beschädigte persönliche Gegenstände können je nach Fall eine Rolle spielen. Bewahren Sie alle Belege auf.
Ersatzmobilität
Wenn Sie während der Reparatur oder Ersatzbeschaffung auf ein Fahrzeug angewiesen sind, können erforderliche Mietwagenkosten geprüft werden.
Fahrzeugklasse, Mietdauer und tatsächlicher Bedarf sollten zur konkreten Situation passen.
Mobilität ohne Mietwagen
Nutzen Sie keinen Mietwagen, kann für die Zeit ohne fahrbereites Fahrzeug ein Nutzungsausfall in Betracht kommen.
Wichtig sind die tatsächliche Nutzbarkeit vor dem Unfall, Ihr Nutzungswille und die nachvollziehbare Dauer des Ausfalls.
Gesundheit
Bei einer unfallbedingten Verletzung können neben konkreten Kosten auch Schmerzen und andere persönliche Beeinträchtigungen berücksichtigt werden.
Lassen Sie Beschwerden früh ärztlich untersuchen. Für die spätere Einordnung sind Diagnose, Behandlungsverlauf und Dauer der Beschwerden wichtig.
So dokumentieren Sie Beschwerden und VerletzungenArbeit und Einkommen
Führt der Unfall zu einer nachweisbaren Einkommenseinbuße, kann der konkrete Ausfall Teil des Schadens sein.
Angestellte benötigen andere Nachweise als Selbstständige. Hilfreich sind zum Beispiel Lohnabrechnungen, Steuerunterlagen, Aufträge und Angaben zur Arbeitsunfähigkeit.
Alltag
Können Sie wegen einer Verletzung Ihren Haushalt nicht mehr wie vorher führen, kann auch diese Einschränkung wichtig sein.
Notieren Sie, welche Aufgaben Sie vor dem Unfall erledigt haben, was nicht mehr möglich ist und wie lange Sie Hilfe benötigen.
Rechtsverfolgung
Soweit die Gegenseite haftet, können auch erforderliche Rechtsanwaltskosten Teil des ersatzfähigen Schadens sein.
Die konkrete Erstattung richtet sich nach Haftung, Gegenstandswert und Umfang der Tätigkeit.
Häufig übersehen
Kleine Beträge und Einschränkungen wirken zunächst unwichtig. Zusammen können sie aber einen spürbaren Teil des Schadens ausmachen.
Fahrtkosten, Medikamente, Parkgebühren oder beschädigte persönliche Gegenstände werden häufig nicht festgehalten.
Auch Hilfe im Haushalt, bei der Betreuung oder bei täglichen Wegen kann wichtig sein.
Ein technisch repariertes Fahrzeug kann als Unfallwagen weiterhin weniger wert sein.
Schmerzen oder Einschränkungen können sich erst später zeigen und sollten dann zeitnah medizinisch dokumentiert werden.
Vom Schaden zum Anspruch
Eine gute Dokumentation verbindet den Unfall mit dem konkreten Schaden. Jeder Schritt macht die spätere Prüfung einfacher.
Erkennen
Halten Sie fest, was beschädigt ist, welche Kosten entstehen und wo Sie im Alltag eingeschränkt sind.
Dokumentieren
Sammeln Sie Rechnungen, Gutachten, Arztunterlagen, Arbeitsnachweise und eigene Notizen.
Einordnen
Es wird geprüft, ob der Schaden durch den Unfall entstanden ist und ob eine Mitschuld oder andere Einwände bestehen.
Zusammenstellen
Die einzelnen Positionen werden mit den vorhandenen Nachweisen geordnet und verständlich dargestellt.
Kontrollieren
Die Regulierung wird mit den geltend gemachten Positionen verglichen. Offene oder gekürzte Beträge werden eingeordnet.
Hilfreiche Unterlagen
Sie müssen nicht alles sofort besitzen. Übermitteln Sie zunächst die Angaben und Unterlagen, die Ihnen bereits vorliegen.
Haftung und Kürzung
Wird Ihnen ein eigener Anteil am Unfall zugerechnet, können viele Schadenpositionen nur anteilig ersetzt werden. Die Haftungsquote sollte deshalb anhand des Unfallhergangs und der Beweise geprüft werden.
So werden Haftung und Kürzungen eingeordnetHäufige Fragen
Je nach Fall können Fahrzeugschaden, Wertminderung, Gutachterkosten, Abschleppkosten, Mietwagen oder Nutzungsausfall, Schmerzensgeld, Verdienstausfall und weitere unfallbedingte Kosten geprüft werden.
Nicht in jedem Fall. Eine Abrechnung kann je nach Voraussetzungen auch auf Grundlage eines Gutachtens oder Kostenvoranschlags erfolgen. Welche Möglichkeit sinnvoll ist, hängt vom Schaden und Ihrer Situation ab.
Entscheidend sind unter anderem die Ausfallzeit, Ihr tatsächlicher Mobilitätsbedarf und die Frage, ob Sie einen Mietwagen nutzen. Beide Positionen werden nicht für denselben Zeitraum nebeneinander ersetzt.
Nein. Eine Wertminderung muss nachvollziehbar festgestellt und geltend gemacht werden. Häufig wird sie in einem Gutachten ausgewiesen.
Schmerzensgeld kann bei einer unfallbedingten Verletzung von Körper oder Gesundheit in Betracht kommen. Wichtig sind medizinische Unterlagen und ein nachvollziehbarer Verlauf der Beschwerden.
Hilfreich sind Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Lohnabrechnungen, Arbeitgeberangaben oder bei Selbstständigen Steuerunterlagen, Aufträge und weitere Nachweise zum erwarteten Einkommen.
Damit sind Einschränkungen bei Aufgaben im eigenen Haushalt gemeint, die durch eine unfallbedingte Verletzung entstehen. Wichtig sind Art, Umfang und Dauer der Einschränkung.
Soweit die Gegenseite haftet, können erforderliche Rechtsanwaltskosten Teil des ersatzfähigen Schadens sein. Bei einer Haftungsquote kann auch die Erstattung anteilig begrenzt sein.
Dann können mehrere Ansprüche entsprechend der Haftungsquote gekürzt werden. Die konkrete Quote hängt vom Unfallhergang und der Beweislage ab.
Ja. Übermitteln Sie zunächst die Angaben und Dokumente, die Ihnen bereits vorliegen. Fehlende Unterlagen können in vielen Fällen später ergänzt werden.
Bereit für den nächsten Schritt?
Übermitteln Sie den Unfallhergang, Ihre Schäden und vorhandene Unterlagen. Beginnen Sie mit den Informationen, die Ihnen bereits vorliegen.
Sie wissen jetzt: